What ever kinda girl you are - be a lucky lola!

Pin Up Shooting – Sexy geht immer!

Hallooo  ich bin Kati!

Heute blogge ich mal auswärts. Ich schreibe sonst in meinem „Ein Teil vom Ganzen“-Blog. Doch heute ist es mir eine Ehre, Euch von einer besonderen Aktion zu berichten, die mich viele Nerven gekostet hat.

Ich bin seit 2 Jahren dabei, mich neu kennenzulernen, was eine ziemlich spannende Reise war und auch noch ist. Ich entdecke ganz neue Seiten an mir.
Ich wurde quasi nach und nach zu einer Rockabella, früher traute ich mich nicht so ausgefallene Sachen anzuziehen, die eventuell auffallen könnten. Dazu war ich einfach viel zu sehr mit allem anderen beschäftigt und bevorzugte praktische Sachen wie Jeans, Sweatshirt um dann „ab die Post“, los in das tägliche Abenteuer, was zum Teil auch rückblickend der tägliche Wahnsinn war. Drei Jobs, drei Kinder, Haushalt und nebenbei mein Fernstudium. Kein Plan wie, aber ich habe das mit Links gewuppt. Es hat mich ausgefüllt und total glücklich gemacht. Mein Tag bestand aus viel Action, denn ich arbeitete mit Kindern und Jugendlichen zusammen. Was mir das Liebste ist, denn Kids sind noch nicht so verbohrt, sie sind einfach ehrlich, spontan, bunt, voller Spaß und Entdeckungsdrang und sagen einem direkt was sie scheiße finden – damit konnte ich super arbeiten.

Ich bin so ein Mensch mit vielen Hummeln im Hintern, bin super gerne in Bewegung und früher extrem viel unterwegs gewesen, arbeite gerne und unternehme natürlich auch liebend gern etwas mit meiner Familie und auch Freunden oder beides: „Freumilienzeit“.

Geschminkt und aufgebrezelt habe ich mich zu dieser Zeit eher selten. Meiner Meinung nach war es unpraktisch und ich hatte auch null Ahnung, da ich mich für andere Sachen interessierte. Zu besonderen Anlässen, wie Geburtstagsparties, ging das ganz fix: Kleidchen an, hohe Hacken, Wimperntusche, fertig. Ganz easy, schnell und einfach. Nach dem Futtern ging es eh meist auf die Tanzfläche und dort blieb ich auch bis zum Schluss.

Und dann kam der Tag, an dem mein Leben eine Kehrtwende nahm. Im Mai 2014 krampfte ich, meine Beine wollten nicht so wie mein Kopf es wollte.
Ein Arztbesuch nach dem anderen folgte – die Krankheiten waren unerforscht, 2 davon weiter fortschreitend. Genau gesagt kamen mehrere Faktoren zusammen. Die Mutationen meiner Gene waren extrem spannend für die Forschung. Meine Erkrankung ist einmalig und niemand weiß so recht darüber Bescheid.
Alles geriet durcheinander. Ich mag da gar nicht so lange drauf eingehen, das würde hier den Rahmen sprengen.

Das Resultat ist die Premium Arschkarte Deluxe mit Sternchen und Krönchen: ich wurde innerhalb kürzester Zeit rollstuhlabhängig.

Was passiert also, wenn man den ganzen Tag nur rumsitzt und der Körper es eigentlich gewohnt ist, den ganzen Tag in Action, also immer in Bewegung zu sein?….Richtig…..Das Volumen ändert sich – man wächst halt mit seinen Aufgaben. In meinem Fall waren es 20 kg, von Kleidergröße 34 auf 42.

Es dauerte etwas, bis ich irgendwie mit der ganzen Situation klar kam.

Es änderte sich ALLES: mit meinem neuen Körper ist es anders, Mama und Ehefrau zu sein. Wir brauchten ein neues zu Hause, dazu kamen viele, viele Sorgen und unglaublich viele Situationen, die bewältigt werden mussten, alles sortierte sich neu. Ich steckte in einem Gedankenkarussell. Die ganzen Umstellungen, die Anträge bei der Krankenkasse, Klinikbesuche und der Facharztkram. Alles dreht sich um die Krankheit, meine Mobilität und Selbständigkeit schienen verloren, genauso wie ein riesengroßes Stück Lebensqualität- das alles brach einfach weg und musste neu zurückerobert werden.

Ich rutschte in einen Tagesablauf, in dem ich funktionieren musste und habe über ein Jahr gebraucht, um wieder Boden unter meine Füßen zu bekommen, auch wieder mal an mich zu denken, das Beste aus meinem Leben zu machen, mit dem was ich noch kann und den Menschen an meiner Seite. Ich musste begreifen, dass das Leben weiter geht, meine Denkweise musste sich ändern.

Ich stellte mir die Frage was ich bin. Attraktiv fühlte ich mich null, erst recht nicht mit Thrombose Strapsen und orthopädischen Legosteinschuhen.

Die Reaktionen der Gesellschaft, bestehend aus Blicken und einigen blöden Sprüchen, zeigten mir „wow, mein Mann liebt mich, so wie ich bin!“. Andere finden das zum Teil pervers….krass, ich kann doch nichts dafür, dass ich nun so bin – Zweifel kommen. Hätte er mich so kennen gelernt, wie ich jetzt bin, wäre er dann der Mann an meiner Seite geworden…?

Dazu kam, dass ich mich wie ein Rollmops fühlte, die Bewegungsfähigkeit ist eingeschränkt, der Hüftschwung auf hohen Hacken fehlte mir plötzlich, wie nie zuvor, genau wie so viel anderes aus meinem alten Leben, was eigentlich nie von großer Bedeutung gewesen ist. Den dickeren Hintern sieht keiner mehr, ein Vorteil des Rollis, und die größeren Brüste sind nicht so schlecht. Warum eigentlich nicht trotzdem hohe Hacken anziehen, mir tun schließlich nicht mehr die Füße vom Laufen oder Stehen weh.

Also wurde es Zeit, mir mal wieder den Kopf zu waschen und sich von guten Freundinnen in den Hintern treten zu lassen❤.

Das hat mich geerdet, denn es ist extrem wichtig, nicht in Selbstmitleid zu versinken.

Das Leben ist das, was man selbst daraus macht. Ich habe großartige Menschen an meiner Seite und den welttollsten Leo-Rolli, mit dem ich angefangen habe, in interessante Sportarten wie Skaten und Klettern reinzuschnuppern. Dabei lernte ich, wieder über meine Grenzen hinauszuwachsen und es geht noch einiges.

Dieses Jahr begann mein Wandel. Mir war nicht mehr wichtig, was andere denken. Auch die Krankheit bekommt von mir nicht mehr so viel Platz in meinen Gedanken. Meine Krankheit ist da und das akzeptiere ich. Ich habe durch sie viel gelernt, konnte und musste meine Prioritäten anders setzen- ich bin und werde selbstbewusster, als ich es je zuvor gewesen bin.

Es ging damit los, zu begreifen und zu lernen, was wirklich wichtig ist. Das Leben ist kurz und kein Moment kommt zurück.

Mein Leben, mein Kopf, meine Showbühne- klar könnte ich auch weiter rumheulen, doch bringt mich das weiter? Nein! Ich kann doch froh sein, dass ich noch eine Menge erleben darf, ich kann sprechen, ich kann atmen und ich kann im Sitzen flitzen und das mittendrin, statt nur dabei.

Ich kümmerte mich wieder um mich. Nach vielen Experimenten habe ich sogar meine Lieblingshaarfarbe gefunden – früher hätte ich mir Gedanken gemacht, was andere darüber denken könnten. Zuerst bunt, dann blond und jetzt rot. ❤ Ich mache das, was mir gefällt-mir ist Schnuppe, was andere denken.
Spaß zu haben und das zu machen, was ich immer wollte stehen jetzt im Vordergrund. So begann meine eigene kleine Rebellion. Ich bekam Schminktipps und wooow, was für ein Unterschied das machte! Es machte Spaß mich zu pimpen, ich konnte mich aufhübschen, obwohl ich müde aussah So schaute ich in den Spiegel und fühlte mich besser und das nicht für andere, sondern für mich selbst. ❤ Sogar an Lippenstift fand ich Gefallen.

Mit meiner Medikamentenpumpe im Bauch sehe ich aus, als hätte ich einen kleinen Babybauch. Auch Hosen drücken und somit sind Kleider einfach extrem praktisch und mir tut nichts weh. So wurde ich zur Kleidträgerin und fand immer mehr Gefallen an außergewöhnlichen Farben und Kleidern. Da ist der Lucky Lola Laden wirklich eine Schatzkammer. So fand ich zu meiner neuen Weiblichkeit. Ich liebe Kleider täglich mehr und damit auch immer mehr meine Rundungen. Dazu kommt, dass ich meinen eigenen Stil gefunden habe.

Und dann war es soweit:

Mein Mann wünschte sich Pin Up Bilder von mir, das allerdings, als ich noch gesund war.

Ich hatte mich nie getraut, ich wog 47 kg zu der Zeit und hatte definitiv nicht den Mumm, mich sexy zu zeigen. Zumal Pin Ups Rundungen haben und geschminkt sind. Das konnte ich nicht bieten und es fühlte sich fremd an für mich- es war nicht meine Welt. Im Spätsommer dachte ich mir: wenn schon, denn schon!
Jetzt habe ich die Kurven und auch wenn ich im Rolli sitze, ich will meine Grenzen und Hemmungen überschreiten und zeigen, dass ich sexy sein kann.
Erst recht jetzt, nachdem ich lernte all das zu lieben. So kam mir die Idee, meinem Mann dieses Jahr Pin Up Bilder zu schenken. Zu diesem Zeitpunkt, zu dem er absolut nicht mit so etwas rechnen würde. Es war das perfekte Timing und Geschenk. Ich musste ganz schön über meinen Schatten springen.

Dank dem Lucky Lola Team ging es am 6. Dezember los. Doch Theorie und Praxis sind verschiedene Schuhe.

Ich war unsicher und super nervös. Wie sollte es klappen, welche Pose sollte ich machen? Und überhaupt: hoffentlich wird ein Bild etwas. Das war mein Ziel.

Ich wurde von Lilly van Leo gestylt. Nicht zu viel, halt so, dass es zu mir passt. Im Sitzen und im Liegen wurde ich abgelichtet. Ich wurde schnell lockerer, es machte sogar richtig viel Spaß. Kleine Tricks und Pausen waren nötig aufgrund der Spastik, doch so eine Streckspastik kann beim Posing sogar hilfreich sein. Sophia und Nadine hatten super Ideen, zupften im passenden Moment alles zurecht, ein bisschen Hilfe war halt nötig, doch für mich war alles okay, selbst beim Anziehen.

Und der Guido hat einfach das passende Auge und drückt im richtigen Moment auf den Auslöser. Er kann es einfach, es war zwar etwas tricky und bestimmt nicht so leicht – es war sicherlich schon eine Herausforderung, die er fantastisch gemeistert hat. Am Ende, als alles im Kasten war und ich den Blick auf den Bildschirm warf, konnte ich es nicht fassen. Es war mehr als ein Bild. Die Bilder waren einfach der absolute Wahnsinn, sogar unbearbeitet. Ich bin so froh, dass ich all meinen Mut zusammen genommen habe und ich bin extrem stolz auf diese wunderschönen Bilder. Es war einer der schönsten Momente meines Lebens, als mein Mann diese Bilder an Weihnachten auspackte.

Sexyness und Ausstrahlung kommen von innen!

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Man muss nicht perfekt sein- schaut mich an. Ich bin alles andere, bin verrückt, ein bißchen frech, eigentlich zu klein und dazu behindert – UND ich bin einfach ich und genau so fühle ich mich wohl, auch wenn es gedauert hat. Das für mich Unmögliche wurde möglich und zwar perfekter, als ich es mir hätte je vorstellen können.

Ich kann Euch nur ermutigen: macht das, wozu ihr Lust habt! Lebt Eure Träume, seid verrückt, wild und wunderbar…..

Be a Lucky Lola! You can never be overdressed.

Macht es gut ❤ Eure Kati ❤

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Von | 2018-01-12T13:37:42+00:00 Dezember 30th, 2016|Lifestyle, Neuigkeiten|0 Kommentare

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