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Does & Does: Leopardenmuster

Rawr!

Kaum ein Muster ist so kontrovers und vorurteilsbeladen wie unser allseits bekanntes Leopardenmuster. Als Trash-Tanken-Tanten-Tarnung und einzig den Leoparden selbst gut kleidendes Accessoir oft belächelt, zählt es zwar farblich als „neutral“ –  Tatsächlich aber steht dem Leomuster kaum jemand neutral gegenüber. Man liebt, oder hasst es. Dabei wird ihm mit seinem reinen 80er-Jahre-Trash-Image allerdings oft unrecht getan. Um dies zu erläutern, hier eine kurze Einführung in die modische Geschichte des Leopardenmusters.

Leopardenmuster in der Modegeschichte

Auch wenn die Verwendung von Häuten und Fellen grundsätzlich in der Historie menschlicher Kleidung verwurzelt ist, erregte 1920 die Schauspielerin Marion Nixon Aufsehen, als sie ihren Leoparden, selber ausgestattet mit passendem Leopardenmantel, Gassi führte und zur neuen Bekanntheit des Großstadt-Ladies Muster beitrug. Damals noch primär als – ethisch durchaus kontrovers zu betrachtende- Echtfellbasis für Pelzmäntel eleganter Damen. Berühmt und angesagt wurde Leopard als Print 1947 durch den franzözischen Modeschöpfer Christian Dior.

Leopardenmuster

Quelle: Pinterest

Er baute es in seine Kollektionen ein und etablierte es als Teil des „New Looks“. Seitdem ist es aus der Society der Mode-Ikonen nicht mehr wegzudenken.

Seien es Marilyn Monroe, Ava Gardner, Jayne Mansfield oder Bettie Page – Sie alle kombinierten später das Leomuster als modische Basis eines wilden, unzähmbaren, aber durchaus klassischen Ikonenlooks.

Leopardenmuster

Quelle: Pinterest

Leoparden Look ab den 70ern

Das Leopardenmuster erlangte sein etwas trashiges Image erst in den späten 70ern und 80ern, nachdem es Bestandteil massen-produzierter Unter- und Nachtwäsche geworden war. Prostituierte, Drag Queens und Punk-Stars wie Poison Ivy von den Cramps verbanden es mit Netz, Lack und Leder und brachten das Muster runter von den Laufstegen in den Underground. Vom Image der eleganten Großstadtkatze wurde es zum Symbol feministischer Rebellion, Sexarbeit und einer Verruchtheit, die nicht gefällig wirken wollte. Mittlerweile ist der Leoparden Print auf den Laufstegen von berühmten Modemarken wieder etablierter und durchaus in Kollektionen von großen und bekannten Geschäften zu finden. Doch die gedankliche Verbindung zu Prostituierten und Peggy Bundy bleibt bestehen.

Leopardenmuster

Quelle: Pinterest

Leoparden Print als Stilelement

Für mich ist das Leomuster das, was für andere Damen die Punkte sind – Basis und Statement zugleich. Dabei trage ich es in allen Stilrichtungen, 40er Jahre Turban, 50er Diva, 60er Junglecat, 80er Rockgöre und im zeitlosen Kuschel-Puffmutti-Mantel. Wem der „full leopard“ Look erstmal zu viel ist, das Muster selbst aber ansprechend findet, der kann sich auch erstmal über Akzente und Accessoires an das Outfit heranwagen.

Taschen, Tücher, Schuhe sind eine hervorragende Basis, um es einmal auszuprobieren. Dabei sollte man allerdings nicht zu viele Leoparden Prints kombinieren  und für das Outfit selbst gedeckte Farben wählen. Save

Leopardenmuster

Wer es gerne krachen lässt, das Kleid, die Hose, den Jumpsuit in Leo trägt, dem empfehle ich bei Accessoires eher Einfarbigkeit. Außer ihr seid mehr in der Psychobilly oder Punk Richtung unterwegs, dann immer drauf damit. Mit allem. Bunt ist wunderbar!

Grundsätzlich aber gilt: Was beliebt ist auch erlaubt. Womit ihr euch wohl fühlt, darin seht ihr toll aus. Ich persönlich habe schon jede vermeintliche Moderegel aus einer Laune heraus gebrochen. Es besteht nur meiner Meinung nach kein grundsätzlicher Widerspruch zwischen Eleganz und dem Leoparden Look.

Was ist eure Meinung zum Leoparden Print? Was sind eure Lieblingslooks?

Cheers und Miau,

Charlotte

Leopardenmuster
Von |2018-09-27T13:03:51+00:00September 27th, 2018|Lifestyle, Neuigkeiten, Style Guide|0 Kommentare

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